
Die EU kippt offensichtlich ihre CO2-Ziele für den Verkehr. Der deutschen Autoindustrie hilft das laut Branchenexperten nur auf den ersten Blick. Chinesischen Herstellern umso mehr.
Die CSU-Spitze kann sich bei ihrem Parteitag als Sieger für den Verbrenner feiern - das geplante EU-Verbot neuer Benziner und Diesel ist laut Kommissionskreisen vom Tisch. Autoexperten zufolge handelt es sich allerdings um einen Pyrrhussieg, wie etwa Ferdinand Dudenhöffer ntv.de sagt. "Brüssel und die Autobauer glauben, Zeit gewonnen zu haben", kritisiert der Direktor des Center Automotive Research (CAR) in Bochum. "In Wirklichkeit wird den Chinesen Zeit geschenkt, um ihre Wettbewerbsstärke weiter auszubauen."
EVP-Fraktionschef und CSU-Präsidiumsmitglied Manfred Weber hatte der "Bild"-Zeitung gesagt: "Bei Neuzulassungen ab 2035 soll nun statt 100 Prozent eine 90-prozentige Reduktion des CO2-Ausstoßes für die Flottenziele der Automobilhersteller verpflichtend werden." Auch ab 2040 wird es Weber zufolge kein 100-Prozent-Ziel geben.
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