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Eine vermeintlich italienische Sauce im EU-Parlament sorgt für Streit. Italien kritisiert sie als irreführend etikettiert. Agrarminister Francesco Lollobrigida fordert Konsequenzen. Eine Entscheidung der Unesco könnte die Debatte beeinflussen.

Italiens Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida ist sauer. Der Grund dafür steht im Supermarkt des Europäischen Parlaments in Brüssel. Dort werden auch italienische Produkte verkauft. Zumindest sehen sie auf den ersten Blick so aus.

Lollobrigida hat sie bei seinem Besuch Mitte November entdeckt und Fotos davon bei Instagram gepostet. Darauf zu sehen: Gläser mit Bolognese- und Arrabiata-Sauce, zudem Fertig-Risotto in Tüten mit Hühnchen und Pilzen. Besonders geärgert hat ihn ein Glas mit Carbonara-Sauce. "All diese Produkte repräsentieren das Schlimmste, was man unter 'italienisch klingend' verstehen kann. Es ist inakzeptabel, sie in den Regalen des Supermarkts des Europäischen Parlaments zu sehen. Ich habe darum gebeten, sofort Untersuchungen durchzuführen."

Der Minister echauffiert sich unter anderem über die Zutaten der Sauce. Laut Original-Rezept besteht eine Carbonara aus Guanciale-Speck aus der Schweinebacke, Pecorino, rohem Ei, Pfeffer und Nudelwasser. Pancetta-Bauchspeck vom Schwein und Sahne, wie es auf dem Etikett steht, gehört dort eher nicht hinein.