
In der gesetzlichen Krankenversicherung fehlt im kommenden Jahr ein zweistelliger Milliardenbetrag. Heute Nachmittag stellt eine Kommission Reform- und Sparvorschläge vor. Mehrere Stellschrauben kommen infrage.
Es gibt angenehmere Aufgaben in der Politik, als Krankenkassen zu sanieren. Doch es hilft ja nichts: Das Geld reicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hinten und vorne nicht. Allein im kommenden Jahr fehlen mehr als zehn Milliarden Euro und danach sieht es noch düsterer aus. Um 14 Uhr stellt eine Kommission Maßnahmen vor, die das System stabilisieren sollen. Mehrere Stellschrauben werden diskutiert.
Mehr Zuzahlungen bei Medikamenten
Derzeit zahlen Versicherte in der Apotheke fünf bis zehn Euro für Medikamente zu. Diese Preise stammen von der Gesundheitsreform 2003, sie wurden nie angepasst - trotz im Schnitt zwei Prozent Inflation pro Jahr. Stiegen die Sätze um die Hälfte, wäre das nur wenig mehr als die Preissteigerung der vergangenen Jahre. Das würde eine Zuzahlung von 7,50 bis 15 Euro bedeuten und etwa 1,25 Milliarden Euro in die Kasse bringen. Die SPD ist zwar dagegen, aber der Inflationsausgleich ist ein starkes Argument.
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