
Weihnachten in der DDR kam mit knittrigem Lametta und teils selbst gemachten Geschenken unter dem Baum. Manche Traditionen leben bis heute weiter.
Gänsebraten, Lichterglanz, "Oh Du Fröhliche": Weihnachten in der DDR unterschied sich in vielen Punkten gar nicht so sehr von der Art des Feierns heute. Dennoch gab es ein paar Dinge, die das Fest im Arbeiter- und Bauernstaat anders gemacht haben. Und einige Klassiker leben im wiedervereinigten Deutschland weiter.
Im engeren Kreis der Familie sei Weihnachten so traditionell gefeiert worden wie schon vor der DDR und so wie auch heute noch, sagt Klaus Horn. Der 74-Jährige ist der Leiter der DDR-Ausstellung "Deudera" in Erfurt. "Der größte Unterschied war wahrscheinlich der, dass man Weihnachten nicht nur in der Familie verbracht hat, sondern es wurde etwas breiter, allgemeiner gefeiert."
Vor allem in den Betrieben, aber auch in Sport- oder Frauenverbänden seien Feste organisiert worden. Horn: "Das war ein ungeschriebenes Gesetz: Es gab kein Kollektiv - heute würde man sagen: Team - in dem es keine Weihnachtsfeier gab." Die Geschenke damals seien nicht so teuer gewesen wie heutzutage. "Der Schwerpunkt lag mehr in der Individualität", sagt Horn. Es sei a
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