
Die Bundesregierung einigt sich auf die Freigabe nationaler Ölreserven. Grünen-Experte Michael Kellner dämpft jedoch Hoffnungen auf eine langfristige Entlastung für Autofahrer. Besser wäre aus seiner Sicht eine Senkung der Stromsteuer.
Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Michael Kellner, hat vor zu großen Erwartungen an die geplante Freigabe nationaler Ölreserven gewarnt. Zwar verstehe er, dass man damit international Solidarität zeigen wolle, sagte Kellner im Gespräch mit RTL/ntv. Seine Sorge sei jedoch, "dass das sehr schnell verpuffen wird", sollte der Krieg weiter andauern. In diesem Fall bestehe die Gefahr, "dass die Preise weiter hoch bleiben". Die strategischen Reserven seien eigentlich dafür gedacht, in echten Notfällen eingesetzt zu werden, wenn "wirklich Versorgungsengpässe drohen".
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte zuvor angekündigt, dass Deutschland einen Teil der nationalen Ölreserven freigeben wird. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise.
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