
Seit Januar, seit Teile Berlins im Dunkeln saßen, gärt die Debatte um Kai Wegner. Was hat der Regierende Bürgermeister am ersten Tag des Stromausfalls gemacht, außer Tennis zu spielen? Monatelang hatte er Zeit, alle Widersprüche aufzuklären. Bis es zu spät war und er seine Partei in Trümmer zurücklässt.
"Dieses Amt ist mir eine große Ehre", sagt Kai Wegner. Berlin sei ihm ein Herzensanliegen, die Menschen stünden immer im Mittelpunkt. Er habe mit großer Leidenschaft regiert, "und ich glaube auch erfolgreich".
Man könnte meinen, es wäre alles Paletti in Berlin. Als würde da ein altgedienter Regierender Bürgermeister eine kleine Abschiedsrede halten. Tatsächlich verkündet Wegner in der kurzfristig anberaumten Pressekonferenz seinen Rücktritt als Spitzenkandidat der CDU, reichlich zwei Monate vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus.